Rezept für eine sorgenfreie Unternehmensführung?

IHK Veranstaltung für Gastronomen lieferte hilfreiche Informationen

„Ich will mich mit einem gastronomischen Betrieb selbstständig machen. Schließlich kann ich ja gut kochen.“ Jeder, der diesen Satz sagt, der sei gewarnt: Mit der Selbstständigkeit in dieser Branche hat man nicht nur die Rolle als Koch, sondern auch als Unternehmer inne. Und genau diese Verpflichtungen, die mit der Rolle als Unternehmer einhergehen, sind weniger mit der Kochplatte und vielmehr mit dem Schreibtisch verknüpft. Wir sprechen hier von Kalkulation, Rechnungslegung, Steuern, Buchführung, Marketing & Co.

Wie sehr diese Angelegenheiten das Tagesgeschäft beeinflussen können, bewies die Informationsveranstaltung der IHK Dresden am 5. November 2018 im Hotel & Gaststätte Kupferberg, Großenhain.

Kathleen Parma, selbst Inhaberin eines gastronomischen Betriebs, berichtete von der hohen Macht der Bewertungsportale und gab bei der Gelegenheit Einblick in ihre Erfahrungen. Und die waren bei Leibe nicht immer positiv. Denn: Mit Bewertungsportalen auf Google, Tripadvisor, Yelp & Co. wird den Kunden die Möglichkeit eingeräumt, ihre Meinung öffentlich und teilweise ungefiltert kund zu tun. So war allen Teilnehmern am Ende der Veranstaltung bewusst, dass man sich dem Thema nicht mehr verwehren kann und im Idealfall ein aktives Beschwerdemanagement in seinen unternehmerischen Alltag integrieren sollte. Zwei Fragen blieben hierbei offen, die sich ausnahmslos jeder Unternehmer stellt, der Bereiche der Unternehmensführung auf dem Schirm haben muss, die außerhalb des Kerngeschäfts liegen: Wann und wie?

Die Antwort: Externe Dienstleister zu Rate ziehen. Und die sind auch in steuerlichen Angelegenheiten unverzichtbar. Isabel Franzka, Steuerberaterin und Prokuristin im Beratungsverbund ABG-Partner, informierte im zweiten Teil der Veranstaltung zu den aktuellen Gesetzesentwicklungen: Wann muss neuerdings die Steuererklärung eingereicht werden? Wie wird künftig mit dem Finanzamt kommuniziert? Mit welchen bürokratischen Erleichterungen können Gastronomen rechnen? Für rege Diskussionen sorgte anschließend das Thema Betriebsprüfung. Isabel Franzka klärte unter anderem darüber auf, wann und wie oft damit zu rechnen ist, was genau geprüft wird und wie man sich am besten darauf vorbereiten kann.

Wie führe ich erfolgreich einen gastronomischen Betrieb oder ein Hotel? Die Veranstaltung bewies: Das Rezept ist alles andere als simpel! Doch stehen jedem Unternehmer im Falle von Problemen ausreichend Berater und Fachexperten zur Verfügung. Großen Dank an die IHK Dresden für diese gelungene Veranstaltung!