Pressearbeit als unterstützendes Instrument der erfolgreichen Sanierung

Schlechte Nachrichten werden lieber gelesen als gute. Deshalb schreibt die Presse lieber über Konflikte als Versöhnungen. Unternehmen in der Krise sind ein gefundenes Fressen, weil Insolvenzen leider immer noch häufig mit dem Pleitegeier verknüpft werden. Journalisten wittern im vermeintlichen Scheitern eine Story, die viele Leser zieht. Wahrheiten prüft der Rezipient selten. Schlechte Nachrichten und gute Storys wachsen auch gern einmal aus Gerüchten. Eine ausgereifte Öffentlichkeitsarbeit ist darum neben der internen Kommunikation der wichtigste Begleiter eines Unternehmens in der Krise. Sie steuert das Wissen für die Öffentlichkeit und vermeidet Gerüchte, die im schlimmsten Fall großen Schaden anrichten.

 

Feste Ansprechpartner und stringentes Vorgehen

Nach dem ersten Sturm soll wieder Ruhe einkehren. Sind die kritischen Faktoren identifiziert und wird eine Unternehmenssanierung angestrebt, gilt es, Mitarbeiter zu halten, Lieferanten, Partner, Finanzierer und weitere Wegbegleiter auf den neuen Weg einzustimmen, damit die Sanierung auch erfolgreich ist. Für die Medien sollte es stets einen festen Ansprechpartner geben: entweder der Unternehmer selber, Sachwalter oder Insolvenzverwalter. Krisenkommunikation ist eine Aufgabe, die heutzutage ein umfangreiches Wissen, Erfahrung und Feingefühl in Sachen PR erfordert. Oft holen Management und Verwalter dafür zusätzlich Spezialisten an Bord.

 

Die Macht der Medien

Kommuniziert wird nicht nur die Krise und deren Ursache, sondern vor allem der Wandel des Unternehmens. Er vollzieht sich meist radikal und in wenigen Monaten. Diese Change-Kommunikation bedarf ebenso Fingerspitzengefühl. Nicht zuletzt sind Insolvenzen auch juristische Vorgänge, was ebenso im Dialog mit den Medien beachtet werden muss. Ein nicht zu vernachlässigendes Argument für ausgefeilte Krisen-PR in Begleitung einer Sanierung ist die Macht der Medien. Wer einschlägige Zeitungen oder Nachrichtenportale auf seiner Seite hat, arbeitet damit für das Image des Unternehmens. Schließlich studiert nicht nur eine entfernte Leserschaft die News des Tages, sondern nehmen auch Mitarbeiter, Gläubiger und Geschäftspartner die Berichterstattung wahr. Ein positiver Duktus in den Schlagzeilen fördert das Vertrauensverhältnis – ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Sanierung. Ein durchdachtes Kommunikationspapier erfasst die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Stakeholder, stellt Informationen zusammen, legt Sprachregeln fest und verteilt eindeutige Rollen. Nichts ist schlimmer, als wenn alle zu allem etwas zu sagen haben, aber nicht das, was in diesem Augenblick entscheidend ist – oder wenn sich Aussagen gar unterscheiden. Hier wird der Journalist hellhörig. Auch auf unvorhersehbare Ereignisse muss Krisen-PR, wie generell, blitzschnell reagieren: Plötzlich geht ein Manager mit Insiderwissen an die Presse. Sattelfeste Kommunikation pariert hier mit neutralisierenden Argumenten in kürzester Zeit.

 

Pressearbeit im Krisenfall

Schnelligkeit ist die Kardinalregel der Insolvenzkommunikation. Meist gibt es nur eine kurze Vorbereitungszeit, in der klar sein muss: Wer? Was? Wann? Wo? An wen? Da der Insolvenz- oder Sanierungsprozess oft ein zügiges Unterfangen ist, bleiben Schnelligkeit und vor allem Stringenz auch nach dem Auftakt oberstes Gebot. Die wichtigste mediale Zielgruppe sind regional ansässige Zeitungen, TV-Sender und Radiostationen. Hierüber informieren sich Mitarbeiter und gewinnen Vertrauen, wenn unternehmensintern kommunizierte Inhalte denen in der Öffentlichkeit entsprechen. Auf Krisenkommunikation spezialisierte Agenturen, wie die ABG Marketing GmbH & Co. KG im Beratungsverbund ABG-Partner, halten Verwalter und Management den Rücken für Lageüberblick, Analysen und die Neuausrichtung frei. Sie übernehmen zudem oft die Aufgabe des Pressesprechers, kanalisieren Anfragen und organisieren Gespräche mit den Medien. Spezialisten kennen zudem den Unterschied zwischen Insolvenz und Bankrott: Dass ein Unternehmen einen Neustart beginnt, wird eines der am häufigsten klarzustellenden Sachverhalte sein. Fachkenntnis ist deshalb entscheidend.

Was sind Ihre Erlebnisse mit Medien im Verfahren? Wir freuen uns auf den Austausch und stehen Ihnen gerne bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Seite.

 

Kontakt für weitere Informationen:

Ilka Stiegler
Geschäftsführer ABG Marketing GmbH & Co. KG
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Telefon +49 351 43755-11
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